Vereinssport gibt Flüchtlingskinder Normalität und Halt
Gladbeck, 18.05.2022 Die Kriegssituation ist allseits präsent – auch im Sport. Der Schwimmverein Gladbeck 1913 pflegt ebenfalls Kontakte zu Schwimmfreunden in der Ukraine, so dass auch auf sportlicher Ebene die Kriegssituation omnipräsent ist und die Mitglieder des Schwimmvereins überlegt haben was der Verein tun kann um zu helfen. Neben Geldspenden für Flüchtlinge wollen die Vereinsmitglieder auch aktiv und hier vor Ort helfen.
„Das wöchentliche Schwimmtraining und die Vereinsmitgliedschaft gibt Kindern schon in der normalen Lebenssituation Halt und Struktur,“ so Ralf Buttler, Trainer der Schwimmschule des SV 13. „Bei den geflüchteten Kindern ist insbesondere der Halt in der Schwimmgemeinschaft und der Sport ein wichtiger Punkt um wieder Normalität zu erleben – die Gemeinschaft und der Ablauf des Trainings unterscheidet sich nicht wesentlich vom dem in ihrer Heimat,“, erläutert Buttler weiter.
Wir haben über unsere internationalen Schwimmkontakte nun vier Kinder aus der Ukraine im Verein aufgenommen. Wir hoffen, dass wir hiermit einen Beitrag leisten können.“ ergänzt Buttler.

Die ukraininischen Flüchtlingskinder Nikita (7), Artem (5), Vanessa (6) und Maksim (6) sind jetzt Teil der sportlichen Gemeinschaft des SV13. Die Brüder Nikita und Artem sind bereits im Nachwuchs-Kader in der Ukraine geschwommen und Nikita konnte zuhause bereits zahlreiche Erfolge im Rückenschwimmen verzeichnen. Vanessa und Maksim erlernen gerade das Schwimmen im Rahmen der Erstschwimmer-Kurse des Gladbecker Schwimmvereins.
Neben dem wöchentlichen Sportprogramm bietet sich den Kindern auch die Möglichkeit neue Kontakte mit anderen Kindern zu knüpfen und auch die deutsche Sprache nach und nach zu erlernen. Die Trainer des Schwimmverein Gladbeck 1913 freuen sich auf die weitere Arbeit mit den Kindern – egal welcher Nationalität – und hoffen, dass noch viele „kleine Nachwuchstalente“ den Weg zum Vereinssport finden.